Die Elektrotriebwagen ET 10.103 / ET 10.104 der Montafonerbahn
13.00 CHF
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Die ET 10.10 Montaforn
Nicht vorrätig
Artikelnummer: B1005 Kategorien: Bücher/Drucksachen, Oesterreich
Beschreibung
Diese Beschreibung ist eine Zusammenstellung aus mehreren alten Montafonerbahn (MBS)-Beschreibungen. Die Textierung aus dem Jahr 1965 haben wir für diese Broschüre unverändert übernommen. Mit der Bezeichnung ‚Wir‘ ist somit grundsätzlich die Sicht aus dieser Zeit dargestellt. Um eine aktuelle Beschreibung unserer Fahrzeuge bieten zu können, haben wir aktuelle Umbauten (z.B. PZB 90, Funk,…) ebenfalls so dokumentiert.
Bei dieser Gelegenheit möchte wir noch einige Anmerkungen zum Bau der ET 10.103 und 104 machen: Die Durchsetzung dieses damals umstrittenen Selbstbauprojektes war nicht sehr leicht zu erwirken. Verbesserungen im Verkehrswesen der 1960er Jahre beschränkten sich im Wesentlichen auf den Individualverkehr. Ing. Karl Zwirchmayr musste somit auch in den eigenen Reihen zahlreiche Zweifler von der Notwendigkeit überzeugen, sogar in eine Nebenbahn zu investieren. Auch den Mitarbeitern der MBS-Werkstätte Schruns, die dem Projekt immer positiv gegenüber gestanden sind, ist es mit zu verdanken dass beide Fahrzeuge heute überhaupt existieren.
lm Jahr 1961 wurden dann von der Deutschen Bundesbahn die Dieseltriebwagen VT 63.905 bis 907 angekauft und nach Schruns überstellt. Der Einbau der elektrischen Ausrüstung war in der MBS-Bahnwerkstätte Schruns vorgesehen. Ein schwieriges Unterfangen, welches teilweise belächelt und nicht ernst genommen worden ist. Es war der Umbau der Diesel-Triebwagen VT 63.905 und VT 63.907 in elektrische Zweisystemtriebwagen vorgesehen. Der VT 63.906 blieb Ersatzteilspender. Der damalige Vorstand und der Aufsichtsrat der MBS stimmten vorerst widerwillig nur dem Umbau des VT 63.905 zu. Argumentiert wurde, man wolle abwarten, ob dieses ‚ausgefallene‘ Projekt in der einfachen Werkstätte überhaupt verwirklicht und mit Erfolg abgeschlossen werden könne.
Zur Bewerbung der neuen Schnellverbindung wurden im Jahr 1961 eigens Werbefilme mit damals bekannten Schauspielern wie Maxi Böhm und anderen gedreht und als Vorspann zum jeweiligen Hauptfilm in den Kinos gezeigt. Einige maßgebende Personen in der Führungsebene der Bundesbahndirektion Wien standen dieser neuen Betriebsform sehr reserviert gegenüber und sagten diesem ‚Experiment‘ kein langes Leben voraus. Doch sie sollten eines Besseren belehrt werden, denn die Wiener Bevölkerung nahm diese neue Schnellverbindung als Ergänzung zum vorhandenen Stadtbahnnetz quer durch Wien sofort in Besitz.
Wurde am Beginn im starren 15-Minuten-Intervall zunächst noch mit Einfachgarnituren gefahren, kam es schon bald regelmäßig zu einer Überfüllung der Züge, welche jedoch durch eine Stellung von Doppelgarnituren beseitigt werden konnte. Schon im Oktober 1962 wurde der Verkehr zwischen Floridsdorf und Landstraße in der Hauptverkehrszeit auf ein 7 ½-Minuten-Intervall verdichtet. Ab 1964 erfolgte schließlich die Verdichtung des Verkehrs auf der damaligen gesamten Stammstrecke.
S/W und Farbfotos
diverse Fahrzeugpläne, Tabellen
Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 0.3 kg |
|---|---|
| Maße | 210 × 297 cm |
Autor: Franz Haas
Seiten: 48
ISBN 10: 978-3-902894-97-7
Herausgeber: Railway Media Group
Veröffentlicht: 2022 Juli
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